baumzaehlen - Urwälder & ihre Bäume

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Nationalpark Hainich, Deutschland

 

Dies ist eigentlich kein Urwald, aber die Größe des Parks (75 km2) und sein relativ natürlicher Zustand machen ihn wichtig im mitteleuropäischen Kontext. Vor der deutschen Wiedervereinigung war das Parkgebiet ein militärisches Sperrgebiet, das es vor der Forstwirtschaft beschützte1. Bestimmte Teile (Seehöhe 300-450 m) des Parks haben viele Merkmale des Urwaldes, wie umgestürzte Bäume. Im Durchschnitt ist der Wald nicht besonders alt, aber es gibt einzelne große alte Bäume verstreut durch den Park. Alte gesägte Stumpfen und alte verwachsene Wege kann man stellenweise sehen. Weil der Boden kalkreich und fruchtbar ist1, ist die Bodenflora reich und das Laubstreu zersetzt sich schnell. Die Hauptbaumart Rotbuche (Fagus sylvatica) wächst aber schneller auf saureren Böden2 und wird nicht besonders hoch in diesem Park. Die Baumartendiversität ist relativ gering und die meisten Arten sind leicht zu identifizieren. Die häufigsten Baumarten nach Rotbuche sind Hainbuche (Carpinus betulus), Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus). Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 750 mm 1. 2011 wurde ein Teil des Parks zum UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland“ aufgenommen.

Wenn Sie Ruhe und Naturlaute suchen, beachten Sie, dass es ziemlich viel Fluglärm gibt: die Flugzeuge von Frankfurt nach Ostasien3 steigen über dem Park auf.

 

Referenzen:

 

1       Sperber, G. & Thierfelder, S. (2005): Urwälder Deutschlands. BLV Verlagsgesellschaft mbH.

2       Ellenberg, H. (1996): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. Ulmer.

3       www.flightradar24.com

 

Offizielle Website:

 

http://www.nationalpark-hainich.de/


Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Gemeine Eschen (Fraxinus excelsior, die großen Bäume links und rechts), Hainbuchen (Carpinus betulus, die zwei gestreiften Bäume in der Mitte), Rotbuchen (Fagus sylvatica, die anderen Bäume).
Rotbuchenwald (Fagus sylvatica). Auch Hainbuche (Carpinus betulus), der gestreifte Baum, links.
Rotbuchenwald (Fagus sylvatica). Auch zwei Gemeine Eschen (Fraxinus excelsior) mit gefurchter Rinde.
Rotbuchen (Fagus sylvatica, graue glatte Rinde), Gemeine Eschen (Fraxinus excelsior, gefurchte Rinde) und Hainbuchen (Carpinus betulus, gestreifte Rinde).
Zwei Gemeine Eschen (Fraxinus excelsior) im Vordergrund. Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) rechts. Die anderen Bäume: Rotbuchen (Fagus sylvatica).
Stieleiche (Quercus robur, Mitte) im Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Hainbuche (Carpinus betulus) im Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) im Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Spitzahorn (Acer platanoides).
Feld-Ahorn (Acer campestre) an einem trockenen natürlichen Teich; auch Elsbeere (Torminalis clusii, syn. Sorbus torminalis), der kleine Baum, rechts, und Gemeine Eschen (Fraxinus excelsior), große Bäume im Hintergrund.
Elsbeere (Torminalis clusii, syn. Sorbus torminalis) im Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Vogel-Kirsche (Prunus avium). Auch Gemeine Eschen (Fraxinus excelsior, die großen Bäume mit gefurchter Rinde), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus, Mitte rechts) und Rotbuchen (Fagus sylvatica, glatte graue Rinde).
Bergulme (Ulmus glabra) im Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Holländische Linde (Tilia × europaea, im Vordergrund), Winterlinde (Tilia cordata, der nächste Baum nach links) und Rotbuchen (Fagus sylvatica, die anderen Bäume).
Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) im Rotbuchenwald (Fagus sylvatica).
Einige Bäume vom Park.