baumzaehlen - Urwälder & ihre Bäume

©2017copyright christoph hase

Müritz-Nationalpark, Deutschland – Serrahn

 

Der Hauptteil des Nationalparks mit weiten Waldkiefernforsten (Pinus sylvestris) ist von der Naturnähe entfernt, aber im räumlich getrennten Serrahnen Teil gibt es einen ziemlich naturnahen über 200-jährigen Rotbuchen (Fagus sylvatica) – Traubeneichen (Quercus petraea) -Wald (2 km2) 1. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Gebiet von einem nicht-natürlichen Traubeneichen–Waldkiefernwald dominiert; eine starke natürliche Rotbuchenregeneration fand am Ende des 18. Jahrhunderts statt, wahrscheinlich ausgelöst durch ein Verbot der Waldbeweidung2. Das Gebiet wurde im Jahr 1848 als herzogliches Jagdgatter eingezäunt1 und war lange Zeit forstlich nahezu unberührt3. Ein Naturschutzgebiet wurde 1952 gegründet2. 2011 wurde ein Teil dieses Waldes zum UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland“ aufgenommen.

 

Rotbuche dominiert. Auch in diesem Gebiet gibt es noch einige alte künstliche Kiefernbestände, die wieder von einer vitalen Rotbuchenschicht unterwandert sind. Der Unterwuchs sehr spärlich bis nicht-existent. Meereshöhe ist ca. 70–120 m. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 593 mm und die Jahresmitteltemperatur 7,8°C 2.

 

Das Zelten ist nicht erlaubt.

 

Referenzen:

 

1       Sperber, G. & Thierfelder, S. (2005): Urwälder Deutschlands. BLV Verlagsgesellschaft mbH.

2       Oheimb, G. von, Westphal, C., Tempel, H. & Härdtle, W. (2005): Structural pattern of a near-natural beech forest (Fagus sylvatica) (Serrahn, North-east Germany). Forest Ecology and Management 212: 25363.

3       http://weltnaturerbe-buchenwaelder.de

 

Offizielle Webseite:

 

http://www.mueritz-nationalpark.de


Rotbuche (Fagus sylvatica, glatte Rinde), Traubeneiche (Quercus petraea, gefurchte Rinde).